Pfotenabdrücke für die Ewigkeit

Pfotenabdrücke für die Ewigkeit

Die schönste Dekoration zum Selbermachen.

Habt ihr am Wochenende schon etwas vor?
Ich habe da eine ganz tolle Idee für euch und eure Tiere!
Wir haben alle tausende Fotos von unseren Lieblingen.
Warum nicht mal eine schöne Dekoration mit und von unseren Schätzen basteln?

Pfotenabdrücke aus Salzteig!

Das Rezept habe ich hier bei den Blog.Katzen-Fieber gefunden.

Hier die Zutaten: (das hat vermutlich jeder im Haus):

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Teelöffel Öl

Ihr benötigt:

  • eine Schüssel, um den Teig zu verkneten
  • ein Nudelholz, um den Teig auszurollen und
  • Backpapier.

Das Backpapier erleichtert den Transport des Teigs, denn die Abdrücke lassen sich am bequemsten auf dem Boden machen. Seid ihr kreativ und möchtet bunte oder verschieden farbige Abdrücke machen, dann färbt den Teig vor dem Backen am besten mit Lebensmittelfarben. Die sind komplett ungefährlich für die Tiere und für euch. Zum Dekorieren nach dem Backen lassen sich gut Wasserfarben benutzten und zum Fixieren kann Klarlack aufgesprüht werden.

Es geht los mit dem Teig:

 

Die Zutaten kommen alle in die bereitgestellte Schüssel und werden gut verknetet. Achtet darauf dass der Teig nicht klebt. Sollte das der Fall sein etwas Mehl dazu geben. Ist der Teig etwas zu trocken geraten, tröpfchenweise Wasser zugeben. Auch müsst ihr darauf achten, dass sich alle Zutaten miteinander verbinden und die Luft gut rausgeknetet ist, bevor es zum nächsten Schritt geht.

 

 

 

 

Legt Backpapier auf der Arbeitsplatte oder einem Tisch auf und rollt den Teig gut aus.
Der Teig sollte nicht zu dünn sein (etwa 1,5 bis 2cm), sonst sind die Abdrücke nicht gut sichtbar.

 

 

 

 

Der nächste Schritt ist der interessanteste – Pfotenabdrücke nehmen!

Nala, Felix und Charlie sind meine kleinen Küchen-Kobolde und schauen mir immer gern zu, wenn ich backe. Ist doch das meiste was ich mache für sie J
Also brauchte ich sie schon mal nicht davon zu überzeugen in die Küche zu kommen. Wir haben die Formen vorher ausgestochen, so waren die „Plätzchen“ klein und interessant, die wir auf dem Boden ausgelegt haben. Nacheinander kamen die Tiere und haben das komische runde Ding bestaunt und abgeschnüffelt. Vom Probieren habe ich sie natürlich abgehalten.

Wir hatten die Idee, auch unsere Handabdrücke zusammen mit den Pfötchen zu mischen.

Dazu haben wir vorher unsere Handabdrücke so auf dem Teig platziert, dass ausreichend Platz für die Pfotenabdrücke blieb.

Dann hat mein fleißiger Assistent zuerst die Pfotenabdrücke der Doggies- und zum Schluss die des Katers in den Teig gedrückt. Ich durfte fotografieren.
Tipp: haben die Tiere einen schlechten Tag oder möchten sich ausgerechnet gerade jetzt nicht so gern anfassen lassen? Wickelt den Teig in Folie und lagert ihn im Kühlschrank, bis zu einem besseren Zeitpunkt.

Der Teig kann in alle möglichen Formen geschnitten werden, oder mit Plätzchen-Förmchen ausgestochen werden.

Am besten funktioniert das natürlich, wenn die Abdrücke vorher genommen wurden. Möchtet ihr die Abdrücke aufhängen? Einfach mit einem Strohhalm eine Öffnung in den Teig drücken.
Tipp Abdrücke beschriften: wir haben uns dafür entschieden die Abdrücke direkt auf dem Teig zu beschriften. Dazu haben wir mit einem Zahnstocher vorsichtig den ersten Buchstaben des Namens in den Teig geritzt. Einfacher ist es zunächst das Backpapier zu beschriften und nach dem Backen den Namen auf dem Abdruck schön auszuschreiben.

So nun müsst ihr Geduld beweisen, denn der Teig darf nicht sofort gebacken werden, ansonsten entstehen unschöne Krater. Deshalb mindestens 4 Stunden (besser über Nacht) die Pfotenabdrücke an einem trockenen Ort offen trocknen lassen. Achtet bitte auch darauf, dass eure Tiere keinen Zugang dazu haben!

Endlich wird gebacken bzw. getrocknet (ich empfehle Ober- und Unterhitze):

  • 1 Std bei 80°, danach
  • 2 Std bei 120°

Die Abdrücke sind fertig, wenn der Teig sich beim Klopfen hohl anhört. Nun die Pfotenabdrücke auskühlen lassen. Dann kann das Verzieren losgehen.

Fazit: Für das Projekt solltet ihr euch wirklich etwas Zeit nehmen. Denn manche Tiere müssen vielleicht mit Leckerchen und gutem Zureden davon überzeugt werden mitzumachen. Deshalb habe ich meine Tiere alles beobachten lassen was ich gemacht habe. Dadurch waren die drei sehr neugierig geworden und wollten unbedingt mitmachen.

P.S. Das Arbeiten mit Salzteig macht Kindern auch großen Spaß, denn der Teig lässt sich wie Knetmasse gut modellieren. Der Fantasie zum Erstellen von tollen Katzen-Modellen oder anderen Tieren sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß dabei! Berichtet mir gern, wie es euch gefallen hat und ob eure Tiere auch Spaß hatten.

Eine Hängebrücke entsteht

Eine Hängebrücke entsteht

Heute möchte ich euch etwas über die Entwicklung eines Modells und der Überarbeitung bis zum fertigen Bauteil erzählen.

Am Anfang steht immer eine Idee.

Ich muss zugeben wir haben viele Ideen, einige lassen sich umsetzen, die meisten allerdings müssen wir verwerfen. Das hängt manchmal mit einer komplizierten Verarbeitung zusammen, manche Ideen sind schlicht und einfach technisch nicht sicher.

Aber unsere Hängebrücke stieß bei allen auf großes Interesse. Eine genaue Recherche ergab, dass wir zum einen nicht die ersten mit dieser Idee sind und zum anderen, dass die Hängebrücken sich alle ähneln. Es gab also etwas Spielraum für die Entwicklung einer Pussicat-Hängebrücke.

Wir besprachen uns eingehend mit unserem Schreinermeister wie die Hängebrücke gebaut werden könnte. Er hatte sofort eine Idee, wie das neue Projekt umgesetzt werden kann.
Wichtig für uns als Hersteller sind: leichte Reproduzierbarkeit und die effiziente Bearbeitung.
Das müssen wir bei jeder neuen Entwicklung zu Grunde legen.

Also planten und produzierten die Mitarbeiter eine Hängebrücke bestehend aus einzelnen Holzstegen und zwei End-Platten. Das erste Modell entstand.

Die erste Hängebrücke war allerdings etwas überdimensioniert, die Stege waren sehr groß und unpraktisch zur Befestigung. Da musste nachgebessert werden.
Das nachfolgende Modell hatte ein besseres Maß, aber die Endplatten hatten falsche Bohrungen, ließen sich also nicht bündig an unseren Konsolen befestigen.
Die nächste Nachbesserung musste durchgeführt werden.

So entstand die erste Hängebrücke, die wir in unsere Ausstellung integrieren konnten.  Als Ergänzung zu unseren bestehenden CatWall Bauteilen fügt sich die Hängebrücke optisch sehr gut ein. Sie kann als einzelnes Bauteil, oder aber als Verbindung zwischen einzelnen CatWall Elementen befestigt werden.

Die Tragfähigkeit und Funktionalität hat natürlich Kater Charlie als erster überprüfen dürfen.

Er fand das Gefühl unter den Pfoten am Anfang etwas seltsam, aber mit seinem Lieblings-Spielzeug konnte ich ihn gut davon ablenken. Der zweite Gang über die Brücke war dann schon wesentlich selbstbewusster. Charlie hat auch schon getestet, wie sich die Brücke verhält, wenn er darauf landet. Die Hängebrücke hat Charlies Prüfsiegel erhalten als er sich darauf gelegt hat und mich entspannt angeschaut hat.

Fazit: Eine Hängebrücke macht nicht allen Katzen Spaß, denn sie gibt bei jedem Schritt etwas nach. Unsichere Katzen werden es weiterhin bevorzugen über Bauteile zu laufen die über einen festen Boden verfügen. Aber alle aktiven Abenteurer und kletterfreudigen Stubentiger werden viel Freude mit der Brücke haben.

P.S. Eine Hängebrücke als Verbindungselement zwischen Säulen ist in Planung und das nächste Projekt. Denn je nach Länge kann diese Brücke auch am Kratzbaum befestigt werden. Durch die besondere Bauart schwingt die Brücke nur minimal und kann so statt eines Podests eingebaut werden.

Plant ihr eine CatWall und benötigt dabei Unterstützung? Oder habt ihr Fragen zu Produkten aus der CatWall-Linie? Schreibt mich gern an.

Plüsch: Vorteile und Nachteile

Plüsch: Vorteile und Nachteile

Eine nicht ganz objektive Meinung zum kuscheligsten Stoff.

Ob Gegner oder Befürworter, wir sind uns alle einig: Katzen lieben Plüsch!

Das liegt vor allem daran, dass der Stoff sehr kuschelig ist, zudem ist er auch durch die langen Fasern „atmungsaktiv“. Das bedeutet die Luft kann zwischen den Fasern zirkulieren und der Stoff isoliert die Körperwärme nicht vollständig. Wer schon einmal auf einem Plüschkissen eingeschlafen ist, wird zugeben müssen: es ist nicht nur gemütlich, man schwitzt auch nicht darauf. Deshalb liegt in meinem Bett zusätzlich ein Kissen aus Plüsch.
Hochwertige Plüschstoffe sind antistatisch, die Tiere können sich in ihren Körbchen wälzen und schubbern, ohne dass ihnen die Haare zu Berge stehen.

 

Der weitere Vorteil von Plüsch und den langen Fasern ist die Reinigung. Ich beseitige Verschmutzungen die getrocknet sind, ganz bequem mit einem Staubsauger. Bei hartnäckigen Flecken kann sogar ein Dampfreiniger eingesetzt werden. Sind die Fasern einmal verklebt sorge ich mit einem Metallkamm für Abhilfe; danach sieht der Plüsch wieder aus wie neu.

 

Der Nachteil bei der Reinigung mit der Waschmaschine: Plüsch kann nur bei 30° und einem ganz milden flüssigen Waschmittel gewaschen werden. Die Temperatur reicht aber nicht aus um Krankheitserreger, Bakterien und Viren abzutöten. Man schafft in der Waschmaschine nur ein gemütliches Klima, um sie zur Vermehrung zu motivieren. Deshalb ist die maschinelle Reinigung nicht empfehlenswert.

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Enzymreinigern und Dampfreinigern gemacht.

 

So kann Plüsch wirklich keimfrei gereinigt werden, ohne dass Tiere in Gefahr gebracht werden. Denn was viele nicht bedenken: egal wie gründlich die Waschmaschine wäscht, es verbleiben immer Rückstände von Waschmittel und Weichspülern in den Fasern. Die Katze schläft darin, die Waschmittelreste bleiben im Fell hängen und werden beim Putzen aufgenommen. Das kann zu Allergien führen.

Wer auf Plüsch verzichten möchte, muss darauf achten, dass der alternative Stoff entweder mit einem Dampfreiniger gesäubert werden kann oder aber bei mindestens 65° waschbar ist. Nur so kann richtige Hygiene im Katzenkörbchen tatsächlich gewährleistet werden.

Ebenso sollte immer darauf achten, dass die Stoffe nicht aus Mikrofaser bestehen, denn das ist gefährlich für Katzenkrallen.
Der Plüsch-Stoff ist besonders krallenfreundlich, denn die Fasern bilden keine Schlaufen, das mindert das Verletzungsrisiko, falls eine Katzenkralle mal im Stoff hängen bleibt. Es gibt nicht viele Alternativen zum Plüsch, die auch krallenfreundlich sind. Baumwolle ist eine Alternative. Hier müsst ihr aber genau auf die Qualität achten.

Fazit: Bei Kratzbäumen ist es schwierig auf Plüsch zu verzichten. Denn wir verbinden Gemütlichkeit mit kuscheligen Stoffen und unsere tierischen Mitbewohner sind glücklich darüber. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Lieblings-Plätze ihrer Stubentiger besonders gemütlich und oftmals eben aus Plüsch sind.

Was denkt ihr über Plüsch? Schreibt mir gern eure Meinung, ob ihr Plüsch-Bäume bevorzugt oder doch lieber einen Kletterbaum in Holz-Optik.

Katzen-Mama, Hunde-Papa –

Katzen-Mama, Hunde-Papa –

 oder – warum es völlig in Ordnung ist, sich als Elternteil gegenüber seinem Tier zu fühlen.

Seid ihr Mama und Papa oder seid ihr Frauchen und Herrchen?

Also ich muss ganz ehrlich zugeben, ich fühle mich als Mama sowohl Kater Charlie, wie auch meinen Doggies Nala und Felix gegenüber.
In meinen Augen hat das Elternsein nicht zwingend damit zu tun, dass man leibliche Kinder hat. Natürlich stelle ich meine Tiere nicht auf dieselbe Stufe wie Menschenkinder.

An dieser Stelle müssen wir kurz über die Definition des Begriffs „Eltern“ sprechen.

In meinen Augen sind Eltern dazu verpflichtet sich um ihre „Kinder“ zu kümmern: auf ihre Gesundheit zu achten, ebenso darauf dass sie ausreichend zu essen haben, dass sie sinnvoll beschäftigt werden und, das wichtigste, dass sie ihre „Kinder“ lieben.
Deshalb ist es für mich als dreifache Tier-Besitzerin selbstverständlich, mich als „Mama“ zu bezeichnen.

Stehen meine Tiere doch immer an erster Stelle für mich.

Einschränkend muss ich natürlich zugeben, dass ich trotz aller liebevollen Fürsorge nicht aus den Augen verliere, dass es sich bei meinen „Kindern“ um Tiere handelt.
Ihre eigenen tierischen Bedürfnisse sind für mich wichtig!

So unterschiedlich wie wir Menschen sind, sind es auch alle Tiere. Meine Hunde könnten charakterlich unterschiedlicher nicht sein. Das beginnt schon beim Futter. Während Nala alles verschlingt, wählt Felix gern aus und lässt sich auch mit der Gabel füttern. Auch bei der Spielweise und Aufmerksamkeit unterscheiden sich die beiden sehr voneinander. Nala spielt für ihr Leben gern mit mir, Felix bevorzugt es, seinen Kauknochen allein zu mümmeln. Die Streicheleinheiten beansprucht wiederum Felix ganz für sich. Nala hingegen benötigt Körpernähe, weniger körperliche Zuneigung. Und das Nesthäkchen Charlie verbindet die gegensätzlichen Hunde. Denn er liebt es sowohl allein seine Spielmaus zu jagen, wie auch mit mir zusammen zu spielen. Kuscheleinheiten fordert Charlie gern ein und gibt auch genauso höflich Bescheid, wenn der Zärtlichkeiten genug ist. Diese wunderbare Mischung verschiedener Charaktere macht jeden Tag unglaublich interessant und spannend, denn wir wissen nie, was sich die Tiere Neues einfallen lassen.

Ein gemeinsames Hobby haben wir dennoch alle, das uns als Rudel verbindet.

Wir gehen gemeinsam spazieren, bei Wind und Wetter.
Kater Charlie läuft gern mit  und entdeckt gemeinsam mit den Doggies die „Draußen-Welt“. Ich als „Mama“ bin natürlich immer hinterher, dass sich alle Tiere ausreichend draußen und an der frischen Luft bewegen. Denn so können sowohl die Tiere, wie auch wir viel besser entspannen und nachts besser schlafen.

 

 

 

 

 

Fazit: Mit diesem Plädoyer für alle Tier-Mütter und Tier-Väter sollte es uns allen wesentlich leichter fallen uns als „Eltern“ zu begreifen. Denn das Wohlergehen unserer tierischen „Kinder“ ist für uns „Mamis und Papis“ immer das Wichtigste und steht an erster Stelle!

Wie seht ihr euch, eher als Tier-Eltern, oder eher als Halter? Ist es für euch möglich das zu unterscheiden?

Freigang – aber bitte mit Leine, Teil 1

Freigang – aber bitte mit Leine, Teil 1

Wir haben uns ganz bewusst gegen einen unkontrollierten Freigang für unseren Kater entschieden.

Der Hauptgrund ist: wir wohnen in einer Großstadt und dazu im dritten Stockwerk.
Kater Charlie kennt Freigänge, denn er war in seinem ersten Zuhause eine Freigänger-Katze. Mit diesem Wissen im Hinterkopf möchte ich ihm die Naturerlebnisse nicht vorenthalten. Allerdings sollen die Spaziergänge ausschließlich in Begleitung stattfinden.

Als großer Pinterest-Freund bin ich auf die sehr detaillierte Anleitung von https://blogkatzen.de/ gestoßen.
In diesem Artikel wird dem Leser eine genaue Anleitung an die Hand gegeben, wie die Katze an das Geschirr, an die Leine, an die ersten Schritte mit Leine und schließlich den Spaziergang mit viel Geduld herangeführt werden kann. Mit dieser Anleitung und einem sehr zugänglichem Kater habe ich mich an die Arbeit gemacht. Dazu nutze ich den Herbst und den Winter Kater Charlie an das unterschiedliche Wetter zu gewöhnen, so freuen wir uns umso mehr auf die Frühlingssonne. Denn das Ziel unseres Trainings ist: eine Sommerwanderung mit Hunden und Kater.

 

Charlie hat zum ersten Mal ein Geschirr an.

1. Schritt: Das Training mit dem Geschirr:

Zunächst habe ich damit angefangen Charlie das Geschirr zu zeigen. Er schnüffelte daran und spielte auch damit. Das erste Geschirr war ein sehr günstiges Modell und nur für Übungszwecke geeignet. Es hatte den Vorteil, dass es klein war und die Schnallen schön klimperten wenn Charlie damit spielte. Der nächste Schritt war das intensive Kennenlernen: dabei habe ich das Geschirr beim Spielen mit dem Kater auf oder neben ihn gelegt. So lernte er, dass dieses seltsame Ding nicht bedrohlich ist. War ihm das Geschirr allerdings unangenehm, habe ich es natürlich sofort entfernt und außer Sichtweite gebracht. So lernte Charlie, dass er mir vertrauen kann und ich ihn vor diesem Ding beschütze.

 

 

 

 

Charlie versucht sich an das neue Geschirr zu gewöhnen

2. Schritt: Anziehen des Geschirrs:

Dazu habe ich natürlich einen Morgen ausgewählt an dem Charlie besonders munter war. Der Kater ließ sich nicht ganz bereitwillig, aber ohne Panik und große Abwehrversuche das Geschirr anziehen. Mit einer Spielmaus habe ich mich dann sofort bei ihm entschuldigt und spielte zur Wiedergutmachung erst einmal ausgiebig mit ihm. Das zarte Geschirr war schnell vergessen. Charlie behielt es den ganzen Tag an, es schien ihn nicht zu stören. Also haben wir das „Schlimmste“ hinter uns dachte ich.

 

 

 

 

3. Schritt: Geschirr und Leine:

So setzten wir brav das Training mit dem Geschirr weiter fort. Das Anziehen ist Charlie weiterhin unangenehm, weil ich das Geschirr über sein Köpfchen ziehen muss. Aber das kenne ich schon von meinen Doggies.  Da hilft nur: Schnellsein und ganz doll loben. Aber sobald die erste Schlaufe angezogen ist, macht Charlie einen Buckel und ich kann ihm die Bauch-Schnalle schließen. . Manchmal legt er sich auf den Boden und lässt sich das Geschirr ganz freiwillig im Liegen anziehen.

Der nächste Schritt, nachdem das mit dem Geschirr schon so gut klappt, sollte das Befestigen der Leine sein.

Nun habe ich in einigen Blogs gelesen, wie Katzen auf eine Leine reagiert haben. Ich habe von panischem Weglaufen und Verstecken gelesen. Deshalb habe ich mir für Charlie einen Plan gemacht: wieder habe ich einen Morgen gewählt an dem er sehr munter war und habe dann gewartet bis Hunde und Herrchen außer Haus waren. Dann habe ich Charlie das Geschirr angezogen, die Leine daran befestigt und sie neben ihn gelegt.
Was danach kam, ging so schnell, dass ich im Nachhinein gar nicht wusste ob ich lachen oder Mitleid haben muss. Charlie sah die Leine und machte zunächst nichts. Als er unvermittelt loslief und bemerkte, dass er „verfolgt“ wird, rannte er los. Ich glaube er hat noch nie in diesem Tempo die Wohnung abgelaufen.

Das Ganze dauerte Augenblicke. Als er stehen blieb, ging ich vorsichtig zu ihm und hob die Leine hoch. Charlie schaute mich an und legte sich ab.

In dem Moment war mir klar: Wir haben es geschafft! Ich habe den besten Kater der Welt!

Scheinbar hat Charlie in diesem Augenblick verstanden, wenn ich diese Schlange festhalte, kann sie ihn nicht bedrohen.

Natürlich habe ich die Leine danach abgenommen und habe ihm einige Zeit gegeben sich zu sammeln. Aber dann wollte ich ausprobieren, wie sich mein tapferer Kater verhält, wenn ich die Leine erneut befestige und im selben Moment die Balkontür öffne und er nach draußen kann.

Ich muss tatsächlich gestehen, ich war sehr überrascht, wie entspannt Charlie war. Die Leine hat er wahrgenommen, hat sich aber kaum noch daran gestört. Der Balkon war weitaus interessanter.  Nun ist das Wetter leider im Dezember nicht sehr katzenfreundlich, aber das war nicht wichtig. Wir können ab sofort auf den Balkon zum Üben und demnächst unseren ersten Ausflug auf eine Wiese planen. Dazu werden wir uns aber ein sicheres Geschirr besorgen.

Fazit: Das gemeinsame Geschirr-Training hat sehr viel Spaß gemacht und hat Charlie und mich zu einem eingeschworenen Team zusammengeschweißt. Mein kleiner Kater schaut mich sogar vertrauensvoll dabei an, wie ich die Leine festhalte und darauf achte, dass sie nicht über dem Boden schleift und ihn verfolgt. Wir sind unserem Ziel eine Sommerwanderung zu machen einen großen Schritt nähergekommen.

Seid ihr auch Spaziergänger, teilt eure Erfahrungen gern mit mir.
Oder möchtet ihr Spaziergänger werden und habt Fragen zum Training? Ich freue mich auf eure Nachricht.