Gesunde Ernährung = Gesunde Bewegung

Gesunde Ernährung = Gesunde Bewegung

Wer sich viel bewegt, benötigt gesunde Ernährung und wer sich gesund ernährt, bewegt sich gern und viel.

Dieser Grundsatz ist nicht neu und vermutlich jedem bekannt. Auch wissen wir alle, welche Nahrungsmittel gesund sind und welche unserer Gesundheit nicht immer zuträglich.

Dasselbe gilt für unsere Katzen!

Wer häufiger auf Facebook in verschiedenen Foren unterwegs ist, kennt sie, die erhobenen Zeigefinger zum Thema: „richtige Ernährung unserer Katze“.
Es ist wichtig sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Die These „Unsere Minka hat immer vom Tisch bekommen und ist auch alt geworden“ trifft nur bedingt auf die meisten Katzen zu.
Denn wir wissen mittlerweile, dass unsere Katzen ausschließlich Fleischfresser sind.
Natürlich gibt es die „Ausnahme-Katze“, die auch mal gern Gemüse nascht. Die Regel ist das aber eben nicht.

Richtig Füttern für ein langes und aktives Leben

Aber wie genau füttert man denn nun richtig?

Dazu gibt es keine eindeutige Aussage, denn so verschieden unsere Katzen sind, so unterschiedlich ist auch Ihr Fressverhalten. Junge Katzen sollen jederzeit Zugang zum Futter haben, um zu lernen, wann das Sättigungs-Gefühl einsetzt. Das kann mitunter bei einigen kleinen Katzen dazu führen, dass sie trotz allem über ihre Maßen fressen.
Erwachsene Katzen sollen dann regelmäßig, dabei spricht man von 2-3 Mal am Tag, Futter bekommen. Die Futtermenge ist dabei Abhängig von Rasse und Körpergröße.

Wichtig ist hierbei ein gesundes Maß zu finden. Ähnlich wie bei uns Menschen ist es wichtig auf die Menge zu achten. Denn sowohl zu viel, wie aber auch zu wenig Futter sind für deine Katze ungesund.

Füttern im Mehr-Katzen Haushalt

Wer zwei oder mehr Katzen ein Zuhause bietet, weiß, dass nicht alle Tiere gleich fressen.
Der eine mäkelt vielleicht rum, der andere putzt dagegen regelmäßig die Näpfe leer.
Hier kann ein Futterautomat für Abhilfe sorgen, falls eine getrennte Fütterung nicht möglich ist.

Was ist denn aber gutes Futter und wie fördert es die gesunde Bewegung?

Gutes Futter hat einen hohen Fleischanteil, die Bestandteile sind genau deklariert und nachvollziehbar ausgewiesen.

Ein Beispiel einer echten Katzenfutter-Zusammensetzung:
65% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (Rind, Geflügel, Schwein, 8% Putenherzen), Mineralstoffe.

Bei dieser Deklaration stellen sich mir sofort mehrere rein mathematische Fragen:
– was sind die restlichen 35%?
– zu wieviel % ist genau Rind-, Geflügel-, Schweinefleisch in dem Futter?

Die zweite Frage, die sich mir dabei stellt ist: warum enthält dieses Futter überhaupt Schweinefleisch?

Ein anderes Beispiel auch einer echten Katzenfutter-Zusammensetzung:
99,6 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (100 % Bio-Ente), 0,2 % Pfifferlinge, 0,2 % Mineralien

Hier ist genau aufgeführt was alles zu welchen Anteilen im Katzenfutter enthalten ist.

Das ist das Futter, das meine Kater nun gefüttert bekommen. Nach der aufregenden Futterumstellung (hierzu folgt ein Blog-Beitrag), haben wir ziemlich schnell eine Veränderung bei allen drei Katern festgestellt. Sie wollten sich mehr bewegen!

Katzen-Action!

Charlie und Pauli auf der Cat Wall

Zwei Kater machen es sich hoch oben richtig bequem

Auf gutes Futter folgt gesunde Bewegung. Junge Katzen benötigen ausreichend Bewegung, um ihre Muskeln zu trainieren, ihren Jagd-Instinkt zu schärfen und ihre Geschicklichkeit zu perfektionieren. Das müssen wir Halter, Besitzer, Mamas und Papas, fördern, indem wir es unseren Lieblingen ermöglichen, den natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.

Gutes Futter verändert allerdings nicht die genetische und charakterliche Konstitution deiner Katze. Katzen-Rassen, die von Natur aus ruhiger sind, werden es weiterhin bleiben; allerdings werden sie vermutlich etwas längere Spiel-Einheiten einfordern. Auch Katzen, die etwas gemächlicher sind, werden es bleiben, obwohl auch die Gemütlichen Experten gern 5 Minuten lang intensives Spiel zu schätzen wissen.

Gesunde Bewegung fördern

Was ist gesunde und natürliche Bewegung?

Dazu muss man wissen wie sich Katzen bewegen.
Katzen bewegen sich um zu jagen, um ihre Umgebung auszukundschaften und um zu streunern. Wenn Katzen jagen, tun sie das aus einem Versteck heraus, indem sie sich vorher geschützt auf die Lauer gelegt haben. Die Umgebung wird oft von einem erhöhten Platz aus erspäht und beobachtet. Das Streunern erfolgt ebenerdig und gern unentdeckt.

Damit wissen wir schon was für verschiedene Möglichkeiten wir unserer Katze anbieten müssen:

  •    Ein Versteck zum Auflauern
  •    Einen erhöhten Platz zum Beobachten
  •    Ausreichend Fläche zum Streunern und Flanieren.

Das alles müssen wir dabei beachten, wenn wir den richtigen Kratz- und Kletterbaum auswählen. Zu den natürlichen Bewegungen kommen die persönlichen Vorlieben der Katze. Nicht jede Katze versteckt sich gern in einer Höhle, nicht jede Katze mag es bis unter die Decke zu klettern und nicht jede Katze springt einen Meter hoch.

Welche Klettermöbel benötigt meine Katze?

Die gesunde Bewegung beginnt mit der guten Ernährung und dem natürlichen Bewegungsdrang. Wieviel sich eine Katze bewegen möchte, können wir nur bedingt beeinflussen. Wir können unseren Lieblingen aber genug Raum schaffen und verschiedene Angebote machen.

Beachte hierbei welche Vorlieben deine Katze hat.

Grob vereinfacht können wir Katzen in drei verschiedene Kategorien einteilen, die uns dabei helfen das richtige Mobiliar für sie auszuwählen.

Die schüchterne Katze: versteckt sich gern, ist gern für sich, spielt gern allein, genießt ihre Ruhe in einer Höhle, klettert gern ganz nach oben, um die Umgebung genau zu beobachten, um Bedrohungen früh genug erspähen zu können.

Die gemütliche Katze: schläft gern, mag Gesellschaft, aber keine Aufregung, sucht sich bequem zu erreichende Plätze für ihre Beobachtungen, wählt ihre Lieblingsplätze sorgfältig nach Gemütlichkeit und Komfort aus, spaziert gern in ihrer Umgebung herum und weiß sich durchzusetzen.

Die aktive Katze: spielt gern, jagt alles was sich bewegt und sich zum Spielen eignet, klettert gern hoch und nutzt dazu alles als Kletterhilfe, Schlafplätze sind gleichzeitig Beobachtungsposten, benötigt viel Auslauf, bzw. viele verschiedene Klettermöglichkeiten.

Hierbei handelt sich lediglich um eine grob vereinfachte Einteilung, natürlich sind Kombinationen und verschiedene andere Typen möglich.

Kletterturm sky

Ein deckenhoher Kletterturm

Die gesunde Bewegung für die schüchterne Katze

Die schüchterne Katze benötigt ein gemütliches Versteck ebenso wie einen deckenhohen Kletterbaum mit hoch oben angebrachten bequemen Liegeplätzen. Du kannst deiner schüchternen Katze ebenfalls mit einer Cat Wall eine Freude machen, denn hier kann sie über unterschiedliche Ebenen klettern und sich ausreichend bewegen, um zu ihrem Lieblings-Versteck zu gelangen. Der deckenhohe Kletterbaum und die Cat Wall sind hervorragend dazu geeignet mit deiner Katze daran zu Spielen und sie so zu mehr Bewegung aufzufordern.

 

Ein gemütlicher Kletterbaum

Ein gemütlicher Kletterbaum

 

Die gesunde Bewegung für die gemütliche Katze

Es wäre falsch zu behaupten, dass gemütliche Katzen ausschließlich schlafen und sich gar nicht bewegen. Sie bewegen sich anders, aber genauso gern, wie alle anderen Katzen.

Deshalb benötigen sie Kratz- und Kletterbäume, die sie zwar etwas herausfordern aber nicht überfordern. Kleine Kletterhilfen sind erlaubt und erwünscht, aber auch ein oben angebrachter gemütlich eingerichteter Platz wird zur Herausforderung die gern erobert wird. Auch angepasste Cat Walls können für gemütliche Katzen ein tolles Abenteuer bieten und sie so zu mehr Bewegung motivieren.

Die gesunde Bewegung für die aktive Katze

Vorne weg: aktive Katzen benötigen nicht mehr und nicht weniger Platz als andere Katzen. Sie benötigen allerdings ein anderes Angebot an Ausstattung. Katzenrassen wie Bengalen, Abessinier oder Waldkatzen haben einen hohen natürlichen Bewegungsdrang. Diesem gerecht zu werden ist nicht schwer. Mit verschiedenen Klettermöbeln und Kratzbäumen kannst du deiner Katze einen tollen Kletterpark anbieten. Das aktive Spielen darf dabei nicht vergessen werden.

Die gesunde Bewegung jeder Katze fördern

Alle Katzen haben das natürliche Bedürfnis ihre Krallen zu wetzen und sich dabei zu dehnen: das sogenannte „Katzen-Joga“. Dazu benötigen sie ausreichend hohe Säulen oder entsprechend waagerecht angebrachte Kratzflächen. Die Krallenpflege kannst du spielerisch unterstützen, indem du deine Katze mit Hilfe von unterschiedlichen natürlichen Spielzeugen zum Spielen aufforderst. So kannst du deine Katze herausfordern und ihre Geschicklichkeit dabei trainieren.
Tipp: vergiss die Belohnung nicht beim Jagen. Wenn du eine Angel benutzt, lass deine Katze ihre Beute fangen, denn so wird sie positiv bestärkt ein guter Jäger zu sein. Beim Spielen mit einem LED-Pointer kannst du ab und zu Leckerchen werfen, damit kein Frust entsteht, weil sich der Lichtpunkt nicht fangen lässt.

Auch das Klettern kann mit Hilfe interessanter und natürlicher Spielzeuge geübt und trainiert werden. Ob am Kletterbaum oder an der Cat Wall: das gemeinsame Spielen und Entdecken macht zusammen viel mehr Spaß. Es stärkt zudem eine vertrauensvolle Bindung zu deiner Katze.

Fazit: Ob deine Katze bis ins hohe Alter gesund und beweglich bleibt, hängt von diesen beiden Faktoren ab: katzengerechte Ernährung und ausreichende Bewegung.

Durch das gemeinsame Spielen und ein abwechslungsreiches Angebot an verschiedenen Klettermöglichkeiten kannst du das Zusammenleben interessant gestalten. Dabei ist es wichtig das richtige Angebot auszuwählen. Beobachte deine Katze und passe den Kletterbaum oder die Cat Wall an ihre ganz eigenen Bedürfnisse an.

Teile gern deine Erfahrungen mit mir. Oder hast du Fragen zum Thema Ernährung und Bewegung? Dann schreibe mich bitte an. Ich freue mich.

 

Katzen kratzen – über das spielerische Lernen

Katzen kratzen – über das spielerische Lernen

Katzen kratzen

Katzen sind perfekte Jäger, ihr Körper ist für die lautlose Jagd komplett ausgestattet.
Sie können im Dunkeln fast genauso gut sehen wie im Hellen. Ihre Schnurrhaare verraten jede Bewegung der aufgelauerten Beute. Ihr Gehör lässt sie alles genau orten. Die lautlosen Samtpfoten ermöglichen das geräuschlose anschleichen, um dann mit den perfekten Werkzeugen zu zuschlagen.

Lucky spielt mit dem Fell-Wedel

Lucky spielt mit dem Fell-Wedel

 

Die Katzenpfote ist einmalig in der Tierwelt, denn die Katze kann ihre Krallen nach Belieben ausfahren und wieder einziehen. Die Krallen dienen ihr allerdings nicht nur zur Jagd und zum Zerlegen der Beute. Sie sind zusätzlich ein optimales Kletterwerkzeug.

 

 

 

 

 

Werkzeuge müssen gepflegt werden.

Für die optimale Pflege der Katzenkralle benötigt deine Katze die richtigen Kratz-Utensilien.

Kratzstation:
An der Boden-Kratzstation lernt deine Katze, wie Sisalsäulen zum Kratzen genutzt werden können. Hier kannst du mit ihr das Kratzen üben und sie an die angenehme und krallenfreundliche Sisaloberfläche gewöhnen

Kratzbretter:
Stabile Kratzbretter sind eine gute Ergänzung zu Kratzsäulen. In unterschiedlichen und individuellen Abmessungen erhältlich, kannst du so praktische Kratzstellen für deine Katze einrichten.

Sisal- und Hanfsäulen:
Jeder Kratzbaum verfügt über verschieden hohe Kratzsäulen. Das am häufigsten verwendete Kratz-Material ist Sisal. Es ist sehr robust und bestens zur Pflege der Katzenkralle geeignet. Aber die Geschmäcker sind verschieden, einige Katzen bevorzugen Hanf statt Sisal. Hanf ist weicher, duftet ganz natürlich und für einige Katzen unwiderstehlich.

Jute:
Jute-Oberflächen, zum Beispiel bei Podesten, werden von Katzen angenommen, die gern in der Waagerechten kratzen. Ebenso können alle Unterpodeste bzw. Bodenplatten mit Jute bezogen werden. So hat deine Katze zweierlei Möglichkeit zur Krallenpflege: einmal in der Waagerechten mit dem Unterpodest, und einmal senkrecht an der Sisal- oder Hanfsäule.

Katze zum Kratzen animieren

Nun hast du dir viel Mühe mit der Einrichtung für deine Katze gegeben und dir viele Gedanken gemacht, wie ein richtiger Kratzbaum aussehen soll. Aber DEINE Katze kratzt trotzdem nicht daran!
„Erkläre“ deiner Katze, wie und wo das Kratzen erlaubt ist.

Die Kratz-Stellen, ob Kratzbretter oder die Kratzsäulen am Kletterbaum, lassen sich am besten spielerisch erobern. Dabei ist es wichtig mit Lob nicht zu geizen und Fehler geduldig zu korrigieren.

Katzen kratzen - Charlie und Pauli klettern gemeinsam

Charlie und Pauli klettern gemeinsam

 

 

Finde im Spiel heraus, welche Kratz-Position für deine Katze am angenehmsten ist.
Katzen kratzen unterschiedlich. Einige nutzen sehr aktiv Sisalsäulen, wobei die senkrechte Position sie dazu animiert, sich auch auszustrecken und dabei die Muskeln zu dehnen. Es gibt allerdings auch Katzen, die es bevorzugen sich in der waagerechten Position zu strecken, und auch so zu Kratzen.

 

 

Spielen, aber mit dem richtigen Spielzeug

Gemeinsames Spiel stärkt die Bindung und intensiviert eine gesunde Vertrauensbasis zwischen Katze und Besitzer.

Zusätzliche Informationen

Spielen ist sehr wichtig. Katzen spielen bis ins hohe Alter, denn das trainiert ihre Sinne, ihre Geschicklichkeit, ebenso wie den ganzen Körper und den gesamten Bewegungsapparat. Junge Katzen spielen anders als Ältere. Junge Katzen spielen, um ihre Sinne und Reflexe zu schärfen und ihre Muskeln zu stärken. Dabei messen sie sich gern aneinander: wer ist der bessere Kletterer, wer ist geschickter, schneller, mutiger. Diesen natürlichen Spieltrieb kann man sich beim Kratz-Training gut zu Nutze machen. Indem du deine Katze mit spannendem Spielzeug animierst. Ältere Katzen und Senioren spielen auch, um sich und ihren Körper fit zu halten. Stubentiger benötigen ausreichend Bewegung, um gesund zu bleiben. Beliebt sind bei älteren Tieren Intelligenz-Spielzeuge und Spielzeuge, die die Geschicklichkeit herausfordern. Hier kannst du dir den gut ausgeprägten Jagdinstinkt deiner Katze zu Nutze machen, und sie mit interessanten Fummelbrettern oder Fummelboxen herausfordern.

 

Jede Katze ist anders und hat andere Vorlieben. So auch bei bevorzugten Spielzeugen. Möchtest du mit deiner Katze das Kratz-Training beginnen, dann wähle das Lieblings-Spielzeug dafür aus und nutze es von jetzt an ausschließlich zu „Trainings-Zwecken“. So konditionierst du deine Katze. Sie lernt mit dem Spielzeug etwas Spannendes und Angenehmes zu verbinden.

Zum Kratz-Training eignen sich besonders gut Wedel und Federanhänger. Hier findest du eine tolle Auswahl.

Katzen kratzen - Pauli spielt auf dem Katzenhaus mit dem Fell-Wedel

Pauli spielt auf dem Katzenhaus mit dem Fell-Wedel

Spielanleitung-1, waagerechtes Kratz-Training

Mit der Feder oder dem Anhänger streichst du über die Sisalsäule der Kratzstation. Bleibe so lange geduldig, bis deine Katze sich dafür interessiert und das Spielzeug fangen möchte. Jetzt ist es wichtig es ihr nicht zu früh zu überlassen, sondern den Jagdinstinkt zu reizen. So wird sie nach dem Spielzeug greifen wollen und fährt ihre Krallen aus. Dabei fangen viele Katzen schon das Kratzen an. Wiederhole das einige Male und belohne deine Katze damit, ihr das geforderte Spielzeug zu überlassen. So erlebt sie etwas Positives und verbindet das Spiel mit angenehmer Betätigung.

 

 

Katzen kratzen - Charlie greift nach dem Fell-Ring

Charlie greift nach dem Fell-Ring

Spielanleitung-2, senkrechtes Kratz-Training

Hierfür kannst du ebenfalls Feder-Anhänger oder Fellwedel benutzen. Nun geht es darum, deiner Katze das Kratzen an der senkrechten Säule zu zeigen. Dafür streichst du die Feder von der halben Höhe der Säule bis nach oben und hältst sie an höchster Stelle der Säule fest. Warte einige Augenblicke und beobachte wie deine Katze darauf reagiert. Ist deine Katze interessiert wird sie sich ausstrecken und nach dem Spielzeug greifen wollen. Dabei wird sie ihre Krallen ausfahren und anfangen zu kratzen. Wiederhole das Spiel einige Male und belohne deine Katze mit der gefangenen Beute. So wird sie das Training als sehr positiv empfinden und motiviert mit dir trainieren.

 

 

Tipp: Beobachte deine Katze beim Spiel. So wirst du schnell herausfinden, wie du sie am besten vom Kratz-Training überzeugen kannst.

Plastik – versus Natur-Spielzeug

Plastik-Spielzeug ist verführerisch für Katzen, es knistert und es riecht nach lockenden Weichmachern. Insbesondere Kunstfedern sind leicht, flattern und werden gern gekaut.

Plastik-Spielzeug kann aber gefährlich sein, denn es können Teile abbrechen, die deine Katze verschlucken kann. Dabei besteht Erstickungsgefahr. Kunstfedern können verschluckt werden und die spitzen Kiele können den Darmtrakt gefährlich verletzen. Kleine abgebrochene Plastikteile haben scharfe Kanten und können die Katzenpfote verletzen.
Deshalb empfehlen wir grundsätzlich jegliches Spielzeug genau zu prüfen, am besten aber nur natürliche Spielzeuge zu nutzen.

Natur-Spielzeug und Spielzeug aus ausgewählten, natürlichen Materialien ist weit weniger gefährlich. Bei Verschlucken der Naturfasern bzw. Felle, werden diese in der Regel auf natürlichem Weg ausgeschieden. Die Verletzungsgefahr ist minimal, denn es kann auch nicht splittern.

Bedenke bitte: dies ist kein tierärztlicher Ratgeber. Wenn deine Katze etwas verschluckt und du in der Nachfolge auffälliges Verhalten bei ihr beobachtest, suche dir bitte unverzüglich fachliche Hilfe!

Spielzeuge aus Fellen, Holz, Kork, und weiteren Natur-Materialien duftet angenehm für die Katze. Es weckt den Jagdtrieb, wenn die Katze ein Stück Wild-Fell jagen und erbeuten kann. Die Spielzeuge sind zudem weitaus strapazierfähiger und haben eine lange Lebensdauer.
Beachte bitte: Bei Natur-Spielzeugen und Spielzeugen aus natürlichen Materialien ist es wichtig auf die Herkunft der Bestandteile zu achten. Ebenso empfehlen wir nachzufragen, welche Kleber verwendet werden.
Wir empfehlen gern die Spielzeuge von Furniture of Ironforge, www.furniture-of-ironforge.com. Die Auswahl der Materialien wird sehr gewissenhaft vorgenommen und die Verarbeitung ist katzengerecht und sehr langlebig.

Fazit: Katzen müssen kratzen, es ist Teil der Körperpflege. Deshalb ist es umso wichtiger für ein harmonisches Zusammenleben, wenn der Stubentiger die angeschafften Kratz-Möglichkeiten nutzt. Es macht sehr viel Spaß mit dem neuen Mitbewohner die schönen Kratzstellen zu entdecken. So kannst du deine Katze kennen lernen. Also schnapp dir ein schönes Natur-Spielzeug und spiel mit deiner Katze. Viel Spaß!

Wie habt ihr euren Katzen die verschiedenen Kratzmöglichkeiten gezeigt? Erzählt mir gern über eure Erfahrungen. Ich freue mich auf eure Nachrichten.

 

 

 

 

Reinigung und Hygiene am Kratz- und Kletterbaum

Reinigung und Hygiene am Kratz- und Kletterbaum

Hygiene und Pflege rund um den Kratz- und Kletterbaum

Hygiene und Sauberkeit sind wichtig. Das in dem gewünschten Umfang umzusetzen ist manchmal gar nicht so leicht, besonders wenn man Tiere hat. Hier habe ich einige Tipps zum hygienischen Reinigen der Plüsch-Kratzbäume zusammengefasst.

Haare überall Haare

Alle Tiere verlieren Haare, manche mehr, manche weniger. Mit geeigneten Bürsten und Kämmen können viele Haarbüschel aufgefangen werden. Diese fliegen dann nicht mehr unkontrolliert durch die Wohnung. Aber wehe, man hat es einmal verpasst gründlich zu kämmen.
Schon versammeln sich die Haarbüschel hinter Türen, unter Schränken und zwischen allen Regalspalten in der gesamten Wohnung. Sie lauern nur auf einen kleinen Windstoß, um aus ihrem Versteck herauszuwirbeln und uns zu verfolgen. Also kommen wir nicht umhin, schon wieder den Staubsauger zu bemühen, um dem losen Haar Herr zu werden.
Die Haare versammeln sich nicht ausschließlich hinter Schränken. Auch die schönen Kratzbäume werden natürlich mit dem „tierischen Glitter“ geschmückt.

Plüsch einfach „enthaaren“

Wenn du schon mal versucht hast, Plüsch-Bezüge abzusaugen, stellst du recht schnell fest, dass es zwar ganz gut funktioniert, du aber nie alle Haare erwischst.
Deshalb habe ich hier den einfachsten Tipp zum „enthaaren“:

Benutze Gummi- oder Latexhandschuhe, um die Haare aus dem Stoff zu reiben. Hochwertiger Plüsch-Stoff ist anti-statisch, Gummihandschuhe auch. Aber Katzenhaare nicht! Deshalb kleben die Haare im Nu zusammen. Das ist der Grund, warum du sie ganz einfach mit den Handschuhen zusammenkehren kannst. Ähnlich funktioniert es auch mit der Gummilippe bei Scheibenabziehern. Damit können große und glatte Flächen super haarfrei abgezogen werden.

Kleine Missgeschicke reinigen

Kleine Unfälle können passieren, ob durch Krankheit oder bei jungen unkastrierten Tieren beim Markieren.
Diese kleinen und großen Missgeschicke möchten wir natürlich so schnell es geht beseitigen.
Der entstehende Duft soll sich schließlich nicht ausbreiten.

Hier kann ich zwei unterschiedliche Methoden zur Reinigung empfehlen.
Die erste Methode ist es, bei kleinen und weniger Duftintensiven Unfällen einen Dampfreiniger einzusetzen. Hier weise ich noch darauf hin, dass der Dampf lediglich die Flecken beseitigen und desinfizieren kann, den Geruch kann er leider nicht entfernen. Weiterhin empfehle ich euch vor der Anschaffung eines Dampfreinigers genau darauf zu achten, dass der Dampf an der Spitze 90° erreichen muss. Ansonsten ist das Abtöten von verschiedenen Viren und Bakterien nicht gewährleistet.

Die hygienische Dampfreinigung

Sichert als erstes eure Tiere, damit sie mit dem heißen Dampf nicht in Berührung kommen.
Bevor ihr den Dampfreiniger einsetzt, säubert vorher die zu reinigende Fläche grob von Verunreinigungen. Danach wird gründlich gedampft. Je nach Modell wird die Fläche mehr oder weniger nass durch den Dampf. Die Flächen solltet ihr einen Augenblick erkalten lassen, dann mit einem Baumwolltuch (das saugt Feuchtigkeit am besten auf) die Fläche leicht trocken reiben.
Versucht dabei die Haare des Plüsch-Stoffs etwas aufzustellen. Dadurch trocknet der Stoff binnen Augenblicken.

Hartnäckige Gerüche und Flecken reinigen

Die zweite Methode zur Reinigung des Kratzbaums ist der Einsatz eines Bio-Enzymreinigers. Alle von mir getesteten, waren gut. Deshalb keine Scheu, ihr könnt auf die guten Bewertungen vertrauen. Achtet aber bitte darauf einen BIO-Enzymreiniger zu bestellen.

Das tolle am Enzymreiniger ist, dass er nicht nur die Flecken restlos entfernt, sondern auch den unangenehmen Geruch neutralisiert.

Die Reinigung mit einem Enzymreiniger

Auch wenn der Reiniger ungefährlich für Mensch und Tier ist, sichert trotzdem eure Tiere vor dem Einsatz des Reinigers.

Hier empfehle ich auch das Gröbste aufzusammeln, danach wird der Reiniger aufgesprüht. Je nach Marke müssen nun die Mikroorganismen eine Weile ihren Job machen und für die Miezen bedeutet das Geduld bewahren. Danach wird die behandelte Fläche gründlich abgesaugt und alles ist fertig.

Vorher – vor der gründlichen Reinigung

So reinige ich die Kletterbäume

Unsere tierische WG besteht aus zwei Hunden und drei Katern. Das macht uns die Fütterung der Kater auf dem Boden unmöglich. Deshalb haben wir uns entschieden die Futterplätze im Kratzbaum anzulegen. So kommen die Hunde nicht dran und die Kater können ungestört ihr Futter genießen.
Leider gehören meine Kater nicht zu den sauberen Essern. Das bedeutet dass die Futterplätze häufiger gereinigt werden müssen.

 

 

 

 

Trocken-Reinigung der Plüschbauteile

Wichtig vor dem Start ist es zu überprüfen, ob die Futter-Flecken trocken sind, denn dann kannst du sie wunderbar mit einem trockenen Spülschwamm herausreiben. Die Futterreste werden herausgerieben aus den Plüsch-Haaren. Danach werden die Krümel abgesaugt, fertig und fleckenfrei sind die Oberflächen.

Einsatz von Dampf- und Enzymreiniger

Bei sehr hartnäckigen Flecken empfehle ich den Einsatz eines Enzymreinigers, lies weiter unten, wie er eingesetzt wird.Dazu sperre ich meine Tiere solange aus. Begeistert sind sie nie darüber, aber ich besteche sie mit Spielen und Leckerchen, um die Wartezeit für uns alle zu verkürzen.

Sobald alle aus dem Raum sind, versuche ich so gut es geht die Essensreste abzusammeln. Danach sprühe ich die Futterplätze gut ein und warte. Bei wirklich stark verschmutzten Stellen nutze ich einen Schwamm und reibe den Reiniger zusätzlich ein und sprühe noch einmal darüber.

Nach einer halben Stunde prüfe ich ob der Plüsch angetrocknet ist, meistens dauert es leider doch eine Stunde. Danach sauge ich die behandelten Flächen gründlich ab und schon dürfen alle wieder den Kletterbaum benutzen.

Beim Dampfreiniger ist die Prozedur nicht ganz so lang. Hier sperre ich die Tiere auch weg und warte nur einen Moment bis der Dampfreiniger einsatzbereit ist. Und dann geht es von oben nach unten los. Ich dampfe alle Flächen, alle Bezüge und alle Säulen gut ab. Unten angekommen (unser Kletterbaum ist recht groß) sind die oberen Etagen meist schon abgekühlt und ich kann anfangen die Feuchtigkeit trocken zu reiben.

Wie oft Reinigen?

Ich empfehle den Kletterbaum einmal im Monat abzudampfen. Außer es ist durch eine Krankheit notwendig geworden, häufiger zu reinigen. Die Futterplätze mache ich nach Bedarf sauber.

Noch ein kleiner Putz Tipp zum Schluss

Für alle Flächen im Haushalt und die Katzentoilette könnt ihr Spülmittel benutzen. Wählt dabei entweder ein Sensitiv-Produkt aus oder etwas ohne Zitrone. Katzen und viele andere Tiere mögen den frischen Duft im Gegensatz zu uns nicht.
Mit Spülmittel könnt ihr euren Haushalt besonders schonend für euch und eure Tiere sauber halten. Denn was viele nicht wissen: in vielen Bodenreinigern sind Spiritus-Verbindungen, ähnlich wie bei Enteisern, enthalten. Diese Verbindungen sind sehr gefährlich und vor allem äußerst giftig für Katzen.

Viel Erfolg bei der Reinigung der Kletterbäume.
Habt ihr Fragen oder Anregungen oder vielleicht den ultimativen Putz Tipp, dann schreibt mir. Ich freue mich sehr über eure Anregungen.

Freigang – aber bitte mit Leine, 2. Teil

Freigang – aber bitte mit Leine, 2. Teil

Ein neues Abenteuer erwartet Charlie

 

Seit unseren ersten „Spaziergängen“ auf den Balkon sind einige Tage vergangen. Charlie und ich haben das Geschirr- und Leinen-Training weiter fleißig fortgesetzt.
Mittlerweile trägt der kleine Kater ein Geschirr von Hundedame Nala. Es ist leider noch nicht das richtige Sicherheitsgeschirr, aber es passt und Charlie kann nicht hinausrutschen.

 

 

Ein Sicherheitsgeschirr haben wir auch bestellt, leider ist es etwas groß und Charlie fühlt sich nicht sehr wohl damit. Er zieht es nicht gern an, aber wir werden es mit ihm weiter trainieren.

Wir fühlten uns recht sicher nachdem wir das „Spazieren“ auf dem Balkon fleißig geübt hatten.

Deshalb planten wir den nächsten Schritt: den ersten Spaziergang in einen gesicherten Garten.
Da wollten wir das Spazierengehen an der Leine ein bisschen üben und ausprobieren, wie sich Charlie draußen verhält.
Also nahmen wir den kleinen Kater in seiner Transport-Box mit und fuhren in den Garten meiner Eltern. Charlie fährt jeden Tag zur Arbeit und kennt seine Box, in der er sich sicher fühlt und auch gern hineinklettert. Die Box sollte ihm als sicherer Rückzugsort dienen.
Da er an der Leine war, hätte er bei aufkommender Gefahr nicht die Möglichkeit seinem natürlichen Instinkt zu folgen und sich in einem Gebüsch zu verstecken oder auf einen Baum zu klettern. Daher dient die Box Charlie als eine sichere „Höhle“.

Gut vorbereitet, machten wir unseren ersten Spazier-Ausflug in den Garten.

Das Geschirr hatten wir Charlie schon zu Hause angezogen, sodass wir ihn nur noch anleinen brauchten damit das Abenteuer beginnt.
Wir stellten also die Transport-Box in die Wiese und öffneten vorsichtig das Gitter, um Charlie angeleint aus der Box zu führen.

Charlie schnupperte zunächst ganz neugierig, bevor er dann recht schnell aus seiner Box kletterte und vorsichtig loslief.

Leider war die Wiese etwas feucht gewesen, da es die letzten Tage geregnet hatte. Das machte dem Kater aber gar nichts aus. Er war so neugierig auf dieses Abenteuer und ließ sich darauf ein. Was ihn allerdings störte, war die Tatsache, dass er die Richtung in die er gehen wollte nicht frei entscheiden durfte.
Das Spazieren an der Leine müssen wir bei den nächsten Ausflügen unbedingt intensiver trainieren.

Charlies Hundefreunde Nala und Felix waren natürlich auch dabei und beäugten den mutigen kleinen Kater bei seinem großen Abenteuer.  Nala hat Charlie ganz genau beobachtet, damit er kein Quatsch macht. Sie folgte dem Kater zu Anfang und ermahnte ihn als er sich hinter einem Gartenhäuschen umschauen wollte.

Charlie durfte eine halbe Stunde im Garten spazieren und alles entdecken. Wir haben das Abenteuer unterbrochen, um den Kater nicht zu überfordern. Diese vielen neuen Eindrücke sollte Charlie jetzt erst einmal verarbeiten können.

 

Also ließen wir Charlie in seine Box klettern, leider nicht ganz freiwillig.

Der Garten war doch gerade so unglaublich spannend. Aber auf der Rückfahrt merkten wir sehr schnell, dass wir genau richtig gehandelt haben, Charlie schlief ein und schnarchte ganz leise vor sich hin. Zu Hause angekommen, war der Hunger natürlich riesengroß nach so einem großartigen Abenteuer.

 

In den darauffolgenden Tagen wiederholten wir die Spaziergänge in dem gesicherten Garten. Charlie gewöhnte sich immer besser an die Leine. Sodass wir beschlossen einen „richtigen Spaziergang“ zu machen. Wir wollten Charlie etwas Neues zum Schnüffeln anbieten und ihn weiter an die Leine und das Spazierengehen gewöhnen.

 

 

 

Unser nächstes Ziel war eine gut überschaubare große Wiese ausreichend entfernt von der Straße mit angrenzendem Waldweg. Hier hatten die Hunde viel mehr Fläche um miteinander zu spielen und Nala konnte trotzdem immer wieder ein wachsames Auge auf den kleinen Kater werfen.

Wir fuhren wieder mit unserer Box los und stellen sie wieder auf der Wiese ab. Charlie war unglaublich aufgeregt, eine große Wiese ohne Zäune weit und breit. Also lief er los, ganz selbstbewusst und schaute und schnüffelte sich erst einmal wieder um.

Bis wir unsere erste Hundebegegnung erlebten.

Charlie kennt seine Hundefreunde Nala und Felix, aber alle anderen Hunde sind ihm nicht geheuer. Also handelte er rein instinktiv und duckte sich in die Wiese und schlich ganz langsam weg. Wir waren zum Glück zu zweit und konnten die Hundebesitzerin vorwarnen, dass wir hier mit einem Kater unterwegs sind. Ganz selbstverständlich nahm die Dame ihren Hund an die Leine. Sie war sehr von unserem Spaziergänger-Kater angetan und fand die Idee großartig die Katze beaufsichtigt auszuführen.
Bei darauffolgenden Spaziergängen hatten wir immer wieder Hundebegegnungen, die alle ähnlich verliefen. Einige Hundehalter blieben sogar in sicherem Abstand gern noch eine Weile stehen um Kater Charlie bei seinem Spaziergang zu beobachten.

Fazit: Die Spaziergänge mit Hunden und Kater klappen immer besser. Wenn das Winterwetter uns weiter so wohl gesonnen ist, können wir weiter fleißig üben und die Ausflüge draußen länger gestalten. Allerdings das Leinen-Training gestaltet sich weitaus schwieriger als das Training mit dem Geschirr. Denn Charlie ist nur sehr schwer ansprechbar wenn wir draußen unterwegs sind. Aber wir bleiben weiter dran und verlieren unser Ziel nicht aus den Augen: eine Sommerwanderung zu machen mit Hunden und Kater.

Wie waren eure ersten Erfahrungen beim Spazieren mit Katze?
Erzählt mir gern davon, ich freue mich sehr auf eure Geschichten und Erfahrungen.

Freigang – aber bitte mit Leine, Teil 1

Freigang – aber bitte mit Leine, Teil 1

Wir haben uns ganz bewusst gegen einen unkontrollierten Freigang für unseren Kater entschieden.

Der Hauptgrund ist: wir wohnen in einer Großstadt und dazu im dritten Stockwerk.
Kater Charlie kennt Freigänge, denn er war in seinem ersten Zuhause eine Freigänger-Katze. Mit diesem Wissen im Hinterkopf möchte ich ihm die Naturerlebnisse nicht vorenthalten. Allerdings sollen die Spaziergänge ausschließlich in Begleitung stattfinden.

Als großer Pinterest-Freund bin ich auf die sehr detaillierte Anleitung von https://blogkatzen.de/ gestoßen.
In diesem Artikel wird dem Leser eine genaue Anleitung an die Hand gegeben, wie die Katze an das Geschirr, an die Leine, an die ersten Schritte mit Leine und schließlich den Spaziergang mit viel Geduld herangeführt werden kann. Mit dieser Anleitung und einem sehr zugänglichem Kater habe ich mich an die Arbeit gemacht. Dazu nutze ich den Herbst und den Winter Kater Charlie an das unterschiedliche Wetter zu gewöhnen, so freuen wir uns umso mehr auf die Frühlingssonne. Denn das Ziel unseres Trainings ist: eine Sommerwanderung mit Hunden und Kater.

 

Charlie hat zum ersten Mal ein Geschirr an.

1. Schritt: Das Training mit dem Geschirr:

Zunächst habe ich damit angefangen Charlie das Geschirr zu zeigen. Er schnüffelte daran und spielte auch damit. Das erste Geschirr war ein sehr günstiges Modell und nur für Übungszwecke geeignet. Es hatte den Vorteil, dass es klein war und die Schnallen schön klimperten wenn Charlie damit spielte. Der nächste Schritt war das intensive Kennenlernen: dabei habe ich das Geschirr beim Spielen mit dem Kater auf oder neben ihn gelegt. So lernte er, dass dieses seltsame Ding nicht bedrohlich ist. War ihm das Geschirr allerdings unangenehm, habe ich es natürlich sofort entfernt und außer Sichtweite gebracht. So lernte Charlie, dass er mir vertrauen kann und ich ihn vor diesem Ding beschütze.

 

 

 

 

Charlie versucht sich an das neue Geschirr zu gewöhnen

2. Schritt: Anziehen des Geschirrs:

Dazu habe ich natürlich einen Morgen ausgewählt an dem Charlie besonders munter war. Der Kater ließ sich nicht ganz bereitwillig, aber ohne Panik und große Abwehrversuche das Geschirr anziehen. Mit einer Spielmaus habe ich mich dann sofort bei ihm entschuldigt und spielte zur Wiedergutmachung erst einmal ausgiebig mit ihm. Das zarte Geschirr war schnell vergessen. Charlie behielt es den ganzen Tag an, es schien ihn nicht zu stören. Also haben wir das „Schlimmste“ hinter uns dachte ich.

 

 

 

 

3. Schritt: Geschirr und Leine:

So setzten wir brav das Training mit dem Geschirr weiter fort. Das Anziehen ist Charlie weiterhin unangenehm, weil ich das Geschirr über sein Köpfchen ziehen muss. Aber das kenne ich schon von meinen Doggies.  Da hilft nur: Schnellsein und ganz doll loben. Aber sobald die erste Schlaufe angezogen ist, macht Charlie einen Buckel und ich kann ihm die Bauch-Schnalle schließen. . Manchmal legt er sich auf den Boden und lässt sich das Geschirr ganz freiwillig im Liegen anziehen.

Der nächste Schritt, nachdem das mit dem Geschirr schon so gut klappt, sollte das Befestigen der Leine sein.

Nun habe ich in einigen Blogs gelesen, wie Katzen auf eine Leine reagiert haben. Ich habe von panischem Weglaufen und Verstecken gelesen. Deshalb habe ich mir für Charlie einen Plan gemacht: wieder habe ich einen Morgen gewählt an dem er sehr munter war und habe dann gewartet bis Hunde und Herrchen außer Haus waren. Dann habe ich Charlie das Geschirr angezogen, die Leine daran befestigt und sie neben ihn gelegt.
Was danach kam, ging so schnell, dass ich im Nachhinein gar nicht wusste ob ich lachen oder Mitleid haben muss. Charlie sah die Leine und machte zunächst nichts. Als er unvermittelt loslief und bemerkte, dass er „verfolgt“ wird, rannte er los. Ich glaube er hat noch nie in diesem Tempo die Wohnung abgelaufen.

Das Ganze dauerte Augenblicke. Als er stehen blieb, ging ich vorsichtig zu ihm und hob die Leine hoch. Charlie schaute mich an und legte sich ab.

In dem Moment war mir klar: Wir haben es geschafft! Ich habe den besten Kater der Welt!

Scheinbar hat Charlie in diesem Augenblick verstanden, wenn ich diese Schlange festhalte, kann sie ihn nicht bedrohen.

Natürlich habe ich die Leine danach abgenommen und habe ihm einige Zeit gegeben sich zu sammeln. Aber dann wollte ich ausprobieren, wie sich mein tapferer Kater verhält, wenn ich die Leine erneut befestige und im selben Moment die Balkontür öffne und er nach draußen kann.

Ich muss tatsächlich gestehen, ich war sehr überrascht, wie entspannt Charlie war. Die Leine hat er wahrgenommen, hat sich aber kaum noch daran gestört. Der Balkon war weitaus interessanter.  Nun ist das Wetter leider im Dezember nicht sehr katzenfreundlich, aber das war nicht wichtig. Wir können ab sofort auf den Balkon zum Üben und demnächst unseren ersten Ausflug auf eine Wiese planen. Dazu werden wir uns aber ein sicheres Geschirr besorgen.

Fazit: Das gemeinsame Geschirr-Training hat sehr viel Spaß gemacht und hat Charlie und mich zu einem eingeschworenen Team zusammengeschweißt. Mein kleiner Kater schaut mich sogar vertrauensvoll dabei an, wie ich die Leine festhalte und darauf achte, dass sie nicht über dem Boden schleift und ihn verfolgt. Wir sind unserem Ziel eine Sommerwanderung zu machen einen großen Schritt nähergekommen.

Seid ihr auch Spaziergänger, teilt eure Erfahrungen gern mit mir.
Oder möchtet ihr Spaziergänger werden und habt Fragen zum Training? Ich freue mich auf eure Nachricht.

Freigang – Hauskatzen sind Haustiere

Freigang – Hauskatzen sind Haustiere

Das Thema Freigang für Katzen spaltet leider die Gemeinschaft der Katzenliebhaber.

Ich möchte auch gern meine Meinung zu diesem Thema niederschreiben. Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen euch meine Argumente gegen einen unkontrollierten Freigang vorzustellen. Alle Befürworter, auch die des ungesicherten Freigangs, sind herzlich eingeladen diesen Beitrag zu kommentieren.

Vorneweg möchte anmerken, dass ich zwei ganz wunderbare Hunde halten darf. Nala und Felix sind kleine Terrier-Mixe und könnten charakterlich nicht unterschiedlicher sein

Nala und Felix unterwegs im Wald

 

Die Spaziergänge mit den beiden finden nur selten ohne Leine statt. Das hat unterschiedliche Gründe: Nala ist ein sehr unsicherer Hund und bleibt bei herannahender Gefahr stehen oder läuft weg. Sie lässt sich dann nur schwer abrufen. Felix dagegen ist ein echter Macho; die Straße unter seinen Pfoten gehört ihm und die verteidigt er. Außerdem ist Felix ein leidenschaftlicher Jäger. Er rennt gern allem hinterher, was sich von ihm wegbewegt: Tieren, Joggern und Fahrradfahrern. Aus diesen Gründen ist es uns unmöglich die Hunde unangeleint streunern zu lassen.

 

 

Und an dieser Stelle muss ich fragen:
Meine Hunde haben das Privileg, dass ich sie mit Hilfe der Leine vor Gefahren beschütze. Meinen Kater soll ich all diesem aussetzen?

Das, meine lieben Leser, passt für mich leider nicht zusammen.

Wir wohnen in einer Großstadt und sind jeden Tag Zeuge davon, wie rücksichtslos viele Menschen miteinander umgehen. Da erstaunt es mich leider umso weniger, wenn ich die traurigen Plakate lesen muss: Schmusy entlaufen, wer hat Murkelchen gesehen oder Blacky wird vermisst.

 

Meine lieben Katzenhalter ihr habt für ein ganz wunderbares Tier die Verantwortung übernommen. Macht etwas daraus!

Die Abenteuerlust einer Katze darf niemals unterschätzt werden

Das gilt für alle Freigänger genau so wie auch für alle Stubentiger. Katzen bringen sich selbst oft in Gefahr. Da ist es doch unsere Aufgabe, sie davor zu beschützen. In einer Wohnung können wir die Gefahrstellen absichern. Bei uns ist es beispielsweise die Küche. Sobald wir die Wohnung verlassen und Charlie allein zu Hause bleibt, schließen wir die Küchentür zu. Sein Futterplatz befindet sich nicht in der Küche. Deshalb ist es für ihn nicht tragisch einige Zeit auf diesen Raum zu verzichten. Der Balkon ist bisher auch noch nicht katzensicher gestaltet. Deshalb bleibt er natürlich auch zu.

Nun sagen alle Freigang-Befürworter bestimmt ganz aufgeregt: „Aber die Katze will nach draußen.“ Das stimmt, Tiere halten sich gern an der frischen Luft auf. Eine andere Aufgabe haben die wenigsten Katzen heutzutage: jagen ist ja nicht mehr notwendig mit einem vollen Napf.

Also sind wir Halter in der Pflicht

Wir haben uns dafür entschieden einem Lebewesen Obdach zu bieten. Deshalb sind wir auch ab dem ersten Tag dafür verantwortlich, dass es dem Tier gut geht. Das beinhaltet: ausgewogene Ernährung, eine saubere Toilette, ein ausreichendes Angebot an Schlaf- und Rückzugsmöglichkeiten und natürlich unsere Aufmerksamkeit. Die Interaktion ist wichtig! Junge Katzen spielen für ihr Leben gern, so trainieren sie ihre Sinne für die Jagd. Später werden viele Katzen ruhiger und beobachten lieber ihre Umgebung. Aber das bedeutet nicht, dass sie deswegen weniger Lust haben zu spielen! Sie wollen nur richtig aufgefordert werden. Ältere Katzen und Katzen-Senioren können mit Intelligenz-Spielzeug gut herausgefordert werden. Such-Spiele können bis ins hohe Alter großen Spaß machen.

Einen Ausgleich zum Freigang zu finden, bei dem Katze und Halter zusammen etwas unternehmen ist wichtig. Die starke Bindung, die daraus entstehet und das Vertrauen eurer Stubentiger zu euch als Halter kann kein Freigang der Welt aufwiegen.

Eine großartige Alternative ist der kontrollierte Ausflug nach draußen. Das beinhaltet ein langes gemeinsames Training; alles muss erarbeitet werden: vom Geschirr anlegen bis zu den ersten Schritten in die Natur. Hier könnt ihr das Vertrauen eurer Katze zu euch auf die Probe stellen, denn das Geschirr-Anlegen benötigt einige Tage Training. Dazu habe ich euch hier einige Tipps aufgeschrieben, eine sehr gute Anleitung zum Start mit dem Training gibt es auf dieser Seite: https://blogkatzen.de/
Bitte erwartet keine Wunder von euren Katzen und zeigt ihnen alles mit viel Geduld. Jeder kleine Fortschritt wird euch unglaublich stolz machen und jeder große Rückschritt wird euch klar machen: ihr trainiert mit einer Katze!

Dieses gemeinsame Training wird eure Bindung stärken. Ich kann davon voller Überzeugung schreiben, denn mein kleiner Kater hat seit einigen Tagen sein Geschirr an! Er läuft sogar schon in der Wohnung und auf dem Balkon mit Leine. Als Katzen-Mama könnte mich mein kleiner Charlie kaum stolzer machen. Auch dass er mich dabei beobachtet, wie ich die Leine in der Hand halte zeugt für mich von großem Vertrauen. Die kleinen Ausflüge auf den Balkon lasten ihn zurzeit sehr aus. Das Abschnüffeln der Pflanzen und die Geräuschkulisse verunsichern ihn zunehmend weniger. Ich freue mich schon sehr auf unseren ersten gemeinsamen Ausflug auf eine Wiese.

Fazit: Freigang darf nicht als Alibi genutzt werden, um die Katze draußen auszusetzen und sich selbst zu überlassen. Unsere Mitbewohner beschäftigen sich gern mit uns und brauchen unsere Aufmerksamkeit. Heutzutage ist es leicht tolle Anleitungen für gemeinsame Spiele und Trainigs-Einheiten zu finden. Genießt die gemeinsame Zeit!

Was denkt ihr über Freigang? Darf eure Katze/Kater unkontrolliert nach draußen? Oder seid ihr auch ein Spaziergänger?
Erzählt mir was ihr darüber denkt, und warum ihr euch so entschieden habt.