Die tierische Zusammenführung

Wir sind stolze Besitzer von zwei kleinen Terrier-Mischlingen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Rüde Felix, und Hündin Nala.

Sie sind die besten Freunde und verstehen sich blind. Während Felix gern mit anderen Hunden spielt und sich auch gern streicheln lässt, ist Nala lieber für sich und möchte nur ungern angefasst werden. Dieses kleine Rudel wollen wir nun mit einem kleinen Kater vervollständigen.

Kater Charlie schaut sich die Ausstellung genau an.

Kater Charlie zieht ein

So kam Charlie zu uns. Ein verschmuster und abenteuerlustiger Kater muss sich nun mit zwei Hunden arrangieren – und umgekehrt.

Die erste Begegnung verlief sehr stressig: die Hunde jagten diesen Winzling und Charlie versteckte sich unter der Couch und wollte nur ungern seine Deckung verlassen.

So blieb uns keine andere Möglichkeit, als die Drei zu trennen. Wir waren etwas ratlos und plötzlich nicht mehr so sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Das Dilemma beschäftigte mich einige Nächte. Im Internet fand ich zum Glück Blogger, die uns mit wertvollen Tipps eine entspannte tierische Zusammenführung ermöglichten.

 

 

Wir starten die tierische Zusammenführung

Der wichtigste Rat: Geduld!

Die Tiere entscheiden, wann sie sich kennenlernen wollen, das müssen wir als Halter respektieren. Ebenso ist es sehr von Vorteil die Tiere mit Hilfe eines Tür-Gitters zu trennen. Denn so können sie einander sehen und riechen und entscheiden wann sie sich in der Nähe des Gitters zur Kontakt-Aufnahme aufhalten möchten.

Liebe Leser solltet ihr mit dem Gedanken spielen euer Rudel mit einem neuen Tier zu vervollständigen, lasst euch gesagt sein: ein Tür-Gitter ist jeden Cent wert.

Die Tage vergingen, die tierische Zusammenführung schien zu klappen, denn die Hunde wirkten immer weniger bedrohlich auf Charlie. Die Hunde wiederum gewöhnten sich langsam an das neue Rudelmitglied.
Charlie wurde größer und mutiger, sodass er sich sogar traute sie zum Spielen aufzufordern. Dazu schlug er vorsichtig mit der Pfote nach den beiden. Nala und Felix wiederum versuchten an dem Kater zu schnuppern und zu schnappen.

Die tierische Zusammenführung funktioniert, Felix und Charlie liegen zusammen

Vorsichtig nähern sich die Kumpels an.

 

Die friedliche Stimmung nutzten wir jeden Abend, um die Tiere intensiver aneinander zu gewöhnen.
Dazu leinten wir die Hunde an und führten sie in „Charlies“ Zimmer. Dabei versuchten wir eine besonders entspannte Stimmung zu vermitteln. Wir setzten uns auf die Couch und ließen die Hunde schnuppern, sie durften sich entspannt im Raum bewegen.
Charlie beobachtete das Treiben mutig und wagte sogar hin und wieder den Versuch auf seine Hunde-Mitbewohner zuzugehen. Bemerkten wir, dass sich die Doggies dabei entspannten und ablegten, wurden sie sofort mit leiser Stimme gelobt und zugleich mit einem Leckerchen belohnt. Wurde einer der Hunde nervös oder konnte sich nicht entspannen, mussten sie wieder hinter das Türgitter. Sobald sie sich dort entspannten und ablegten, lobten und belohnten wir sie sofort überschwänglich.
Anschließend starteten wir einen erneuten Versuch. Diese Wiederholungen und das intensive Beobachten der Hunde, führten dazu, dass sich beide immer häufiger trotz Anwesenheit des Katers entspannten.
Wir waren uns sicher: bald könnten wir das Türgitter offen lassen, oder sogar ganz abbauen.

 

 

Eines Tages war es dann aber soweit: Charlie entschied, er ist groß genug und sprang einfach über das Gitter! Er wollte unbedingt mit Hund Felix spielen. Felix seinerseits war sehr überrascht, aber er spielte so vorsichtig, wie es ihm möglich war mit Charlie. Daraus entstand ein ganz wunderbares Ritual: jeden Morgen, sobald der Kater wach war, rief er nach Felix, damit die zwei Freunde zusammen spielen konnten. Felix wartete geduldig, bis wir das Gitter öffneten.

Die tierische Zusammenführung finktioniert, Charlie und Felix spielen zusammen

Spielerisch schließt man am schnellsten Freundschaften.

Nala dagegen behielt sich vor die „Respekt-Person“ des Rudels zu bleiben. Sie warf (und wirft noch) lieber ein wachsames Auge auf die Jungs, um die zwei Wilden zur Ordnung zu rufen, falls es zu bunt würde.

Fazit: Liebe Leser ich bin wirklich froh darüber, dass wir Charlie aufgenommen haben. Felix und er sind dicke Kumpels und es ist sehr schön zu sehen, wieviel Spaß die beiden zusammen haben wenn sie spielen. Jede Minute der Trainingseinheiten hat sich nun ausgezahlt. Nach über zwei Monaten hatten wir das Türgitter endlich abmontiert und Charlie durfte sich frei bewegen. Die Hunde haben ihn vollständig akzeptiert.

Habt ihr auch Erfahrungen mit tierischen Zusammenführungen? Berichtet mir gern darüber, ich freue mich von euren Erfahrungen zu lesen.