Ein neues Abenteuer erwartet Charlie

 

Seit unseren ersten „Spaziergängen“ auf den Balkon sind einige Tage vergangen. Charlie und ich haben das Geschirr- und Leinen-Training weiter fleißig fortgesetzt.
Mittlerweile trägt der kleine Kater ein Geschirr von Hundedame Nala. Es ist leider noch nicht das richtige Sicherheitsgeschirr, aber es passt und Charlie kann nicht hinausrutschen.

 

 

Ein Sicherheitsgeschirr haben wir auch bestellt, leider ist es etwas groß und Charlie fühlt sich nicht sehr wohl damit. Er zieht es nicht gern an, aber wir werden es mit ihm weiter trainieren.

Wir fühlten uns recht sicher nachdem wir das „Spazieren“ auf dem Balkon fleißig geübt hatten.

Deshalb planten wir den nächsten Schritt: den ersten Spaziergang in einen gesicherten Garten.
Da wollten wir das Spazierengehen an der Leine ein bisschen üben und ausprobieren, wie sich Charlie draußen verhält.
Also nahmen wir den kleinen Kater in seiner Transport-Box mit und fuhren in den Garten meiner Eltern. Charlie fährt jeden Tag zur Arbeit und kennt seine Box, in der er sich sicher fühlt und auch gern hineinklettert. Die Box sollte ihm als sicherer Rückzugsort dienen.
Da er an der Leine war, hätte er bei aufkommender Gefahr nicht die Möglichkeit seinem natürlichen Instinkt zu folgen und sich in einem Gebüsch zu verstecken oder auf einen Baum zu klettern. Daher dient die Box Charlie als eine sichere „Höhle“.

Gut vorbereitet, machten wir unseren ersten Spazier-Ausflug in den Garten.

Das Geschirr hatten wir Charlie schon zu Hause angezogen, sodass wir ihn nur noch anleinen brauchten damit das Abenteuer beginnt.
Wir stellten also die Transport-Box in die Wiese und öffneten vorsichtig das Gitter, um Charlie angeleint aus der Box zu führen.

Charlie schnupperte zunächst ganz neugierig, bevor er dann recht schnell aus seiner Box kletterte und vorsichtig loslief.

Leider war die Wiese etwas feucht gewesen, da es die letzten Tage geregnet hatte. Das machte dem Kater aber gar nichts aus. Er war so neugierig auf dieses Abenteuer und ließ sich darauf ein. Was ihn allerdings störte, war die Tatsache, dass er die Richtung in die er gehen wollte nicht frei entscheiden durfte.
Das Spazieren an der Leine müssen wir bei den nächsten Ausflügen unbedingt intensiver trainieren.

Charlies Hundefreunde Nala und Felix waren natürlich auch dabei und beäugten den mutigen kleinen Kater bei seinem großen Abenteuer.  Nala hat Charlie ganz genau beobachtet, damit er kein Quatsch macht. Sie folgte dem Kater zu Anfang und ermahnte ihn als er sich hinter einem Gartenhäuschen umschauen wollte.

Charlie durfte eine halbe Stunde im Garten spazieren und alles entdecken. Wir haben das Abenteuer unterbrochen, um den Kater nicht zu überfordern. Diese vielen neuen Eindrücke sollte Charlie jetzt erst einmal verarbeiten können.

 

Also ließen wir Charlie in seine Box klettern, leider nicht ganz freiwillig.

Der Garten war doch gerade so unglaublich spannend. Aber auf der Rückfahrt merkten wir sehr schnell, dass wir genau richtig gehandelt haben, Charlie schlief ein und schnarchte ganz leise vor sich hin. Zu Hause angekommen, war der Hunger natürlich riesengroß nach so einem großartigen Abenteuer.

 

In den darauffolgenden Tagen wiederholten wir die Spaziergänge in dem gesicherten Garten. Charlie gewöhnte sich immer besser an die Leine. Sodass wir beschlossen einen „richtigen Spaziergang“ zu machen. Wir wollten Charlie etwas Neues zum Schnüffeln anbieten und ihn weiter an die Leine und das Spazierengehen gewöhnen.

 

 

 

Unser nächstes Ziel war eine gut überschaubare große Wiese ausreichend entfernt von der Straße mit angrenzendem Waldweg. Hier hatten die Hunde viel mehr Fläche um miteinander zu spielen und Nala konnte trotzdem immer wieder ein wachsames Auge auf den kleinen Kater werfen.

Wir fuhren wieder mit unserer Box los und stellen sie wieder auf der Wiese ab. Charlie war unglaublich aufgeregt, eine große Wiese ohne Zäune weit und breit. Also lief er los, ganz selbstbewusst und schaute und schnüffelte sich erst einmal wieder um.

Bis wir unsere erste Hundebegegnung erlebten.

Charlie kennt seine Hundefreunde Nala und Felix, aber alle anderen Hunde sind ihm nicht geheuer. Also handelte er rein instinktiv und duckte sich in die Wiese und schlich ganz langsam weg. Wir waren zum Glück zu zweit und konnten die Hundebesitzerin vorwarnen, dass wir hier mit einem Kater unterwegs sind. Ganz selbstverständlich nahm die Dame ihren Hund an die Leine. Sie war sehr von unserem Spaziergänger-Kater angetan und fand die Idee großartig die Katze beaufsichtigt auszuführen.
Bei darauffolgenden Spaziergängen hatten wir immer wieder Hundebegegnungen, die alle ähnlich verliefen. Einige Hundehalter blieben sogar in sicherem Abstand gern noch eine Weile stehen um Kater Charlie bei seinem Spaziergang zu beobachten.

Fazit: Die Spaziergänge mit Hunden und Kater klappen immer besser. Wenn das Winterwetter uns weiter so wohl gesonnen ist, können wir weiter fleißig üben und die Ausflüge draußen länger gestalten. Allerdings das Leinen-Training gestaltet sich weitaus schwieriger als das Training mit dem Geschirr. Denn Charlie ist nur sehr schwer ansprechbar wenn wir draußen unterwegs sind. Aber wir bleiben weiter dran und verlieren unser Ziel nicht aus den Augen: eine Sommerwanderung zu machen mit Hunden und Kater.

Wie waren eure ersten Erfahrungen beim Spazieren mit Katze?
Erzählt mir gern davon, ich freue mich sehr auf eure Geschichten und Erfahrungen.