Katzen kratzen

Katzen sind perfekte Jäger, ihr Körper ist für die lautlose Jagd komplett ausgestattet.
Sie können im Dunkeln fast genauso gut sehen wie im Hellen. Ihre Schnurrhaare verraten jede Bewegung der aufgelauerten Beute. Ihr Gehör lässt sie alles genau orten. Die lautlosen Samtpfoten ermöglichen das geräuschlose anschleichen, um dann mit den perfekten Werkzeugen zu zuschlagen.

Lucky spielt mit dem Fell-Wedel

Lucky spielt mit dem Fell-Wedel

 

Die Katzenpfote ist einmalig in der Tierwelt, denn die Katze kann ihre Krallen nach Belieben ausfahren und wieder einziehen. Die Krallen dienen ihr allerdings nicht nur zur Jagd und zum Zerlegen der Beute. Sie sind zusätzlich ein optimales Kletterwerkzeug.

 

 

 

 

 

Werkzeuge müssen gepflegt werden.

Für die optimale Pflege der Katzenkralle benötigt deine Katze die richtigen Kratz-Utensilien.

Kratzstation:
An der Boden-Kratzstation lernt deine Katze, wie Sisalsäulen zum Kratzen genutzt werden können. Hier kannst du mit ihr das Kratzen üben und sie an die angenehme und krallenfreundliche Sisaloberfläche gewöhnen

Kratzbretter:
Stabile Kratzbretter sind eine gute Ergänzung zu Kratzsäulen. In unterschiedlichen und individuellen Abmessungen erhältlich, kannst du so praktische Kratzstellen für deine Katze einrichten.

Sisal- und Hanfsäulen:
Jeder Kratzbaum verfügt über verschieden hohe Kratzsäulen. Das am häufigsten verwendete Kratz-Material ist Sisal. Es ist sehr robust und bestens zur Pflege der Katzenkralle geeignet. Aber die Geschmäcker sind verschieden, einige Katzen bevorzugen Hanf statt Sisal. Hanf ist weicher, duftet ganz natürlich und für einige Katzen unwiderstehlich.

Jute:
Jute-Oberflächen, zum Beispiel bei Podesten, werden von Katzen angenommen, die gern in der Waagerechten kratzen. Ebenso können alle Unterpodeste bzw. Bodenplatten mit Jute bezogen werden. So hat deine Katze zweierlei Möglichkeit zur Krallenpflege: einmal in der Waagerechten mit dem Unterpodest, und einmal senkrecht an der Sisal- oder Hanfsäule.

Katze zum Kratzen animieren

Nun hast du dir viel Mühe mit der Einrichtung für deine Katze gegeben und dir viele Gedanken gemacht, wie ein richtiger Kratzbaum aussehen soll. Aber DEINE Katze kratzt trotzdem nicht daran!
„Erkläre“ deiner Katze, wie und wo das Kratzen erlaubt ist.

Die Kratz-Stellen, ob Kratzbretter oder die Kratzsäulen am Kletterbaum, lassen sich am besten spielerisch erobern. Dabei ist es wichtig mit Lob nicht zu geizen und Fehler geduldig zu korrigieren.

Katzen kratzen - Charlie und Pauli klettern gemeinsam

Charlie und Pauli klettern gemeinsam

 

 

Finde im Spiel heraus, welche Kratz-Position für deine Katze am angenehmsten ist.
Katzen kratzen unterschiedlich. Einige nutzen sehr aktiv Sisalsäulen, wobei die senkrechte Position sie dazu animiert, sich auch auszustrecken und dabei die Muskeln zu dehnen. Es gibt allerdings auch Katzen, die es bevorzugen sich in der waagerechten Position zu strecken, und auch so zu Kratzen.

 

 

Spielen, aber mit dem richtigen Spielzeug

Gemeinsames Spiel stärkt die Bindung und intensiviert eine gesunde Vertrauensbasis zwischen Katze und Besitzer.

Zusätzliche Informationen

Spielen ist sehr wichtig. Katzen spielen bis ins hohe Alter, denn das trainiert ihre Sinne, ihre Geschicklichkeit, ebenso wie den ganzen Körper und den gesamten Bewegungsapparat. Junge Katzen spielen anders als Ältere. Junge Katzen spielen, um ihre Sinne und Reflexe zu schärfen und ihre Muskeln zu stärken. Dabei messen sie sich gern aneinander: wer ist der bessere Kletterer, wer ist geschickter, schneller, mutiger. Diesen natürlichen Spieltrieb kann man sich beim Kratz-Training gut zu Nutze machen. Indem du deine Katze mit spannendem Spielzeug animierst. Ältere Katzen und Senioren spielen auch, um sich und ihren Körper fit zu halten. Stubentiger benötigen ausreichend Bewegung, um gesund zu bleiben. Beliebt sind bei älteren Tieren Intelligenz-Spielzeuge und Spielzeuge, die die Geschicklichkeit herausfordern. Hier kannst du dir den gut ausgeprägten Jagdinstinkt deiner Katze zu Nutze machen, und sie mit interessanten Fummelbrettern oder Fummelboxen herausfordern.

 

Jede Katze ist anders und hat andere Vorlieben. So auch bei bevorzugten Spielzeugen. Möchtest du mit deiner Katze das Kratz-Training beginnen, dann wähle das Lieblings-Spielzeug dafür aus und nutze es von jetzt an ausschließlich zu „Trainings-Zwecken“. So konditionierst du deine Katze. Sie lernt mit dem Spielzeug etwas Spannendes und Angenehmes zu verbinden.

Zum Kratz-Training eignen sich besonders gut Wedel und Federanhänger. Hier findest du eine tolle Auswahl.

Katzen kratzen - Pauli spielt auf dem Katzenhaus mit dem Fell-Wedel

Pauli spielt auf dem Katzenhaus mit dem Fell-Wedel

Spielanleitung-1, waagerechtes Kratz-Training

Mit der Feder oder dem Anhänger streichst du über die Sisalsäule der Kratzstation. Bleibe so lange geduldig, bis deine Katze sich dafür interessiert und das Spielzeug fangen möchte. Jetzt ist es wichtig es ihr nicht zu früh zu überlassen, sondern den Jagdinstinkt zu reizen. So wird sie nach dem Spielzeug greifen wollen und fährt ihre Krallen aus. Dabei fangen viele Katzen schon das Kratzen an. Wiederhole das einige Male und belohne deine Katze damit, ihr das geforderte Spielzeug zu überlassen. So erlebt sie etwas Positives und verbindet das Spiel mit angenehmer Betätigung.

 

 

Katzen kratzen - Charlie greift nach dem Fell-Ring

Charlie greift nach dem Fell-Ring

Spielanleitung-2, senkrechtes Kratz-Training

Hierfür kannst du ebenfalls Feder-Anhänger oder Fellwedel benutzen. Nun geht es darum, deiner Katze das Kratzen an der senkrechten Säule zu zeigen. Dafür streichst du die Feder von der halben Höhe der Säule bis nach oben und hältst sie an höchster Stelle der Säule fest. Warte einige Augenblicke und beobachte wie deine Katze darauf reagiert. Ist deine Katze interessiert wird sie sich ausstrecken und nach dem Spielzeug greifen wollen. Dabei wird sie ihre Krallen ausfahren und anfangen zu kratzen. Wiederhole das Spiel einige Male und belohne deine Katze mit der gefangenen Beute. So wird sie das Training als sehr positiv empfinden und motiviert mit dir trainieren.

 

 

Tipp: Beobachte deine Katze beim Spiel. So wirst du schnell herausfinden, wie du sie am besten vom Kratz-Training überzeugen kannst.

Plastik – versus Natur-Spielzeug

Plastik-Spielzeug ist verführerisch für Katzen, es knistert und es riecht nach lockenden Weichmachern. Insbesondere Kunstfedern sind leicht, flattern und werden gern gekaut.

Plastik-Spielzeug kann aber gefährlich sein, denn es können Teile abbrechen, die deine Katze verschlucken kann. Dabei besteht Erstickungsgefahr. Kunstfedern können verschluckt werden und die spitzen Kiele können den Darmtrakt gefährlich verletzen. Kleine abgebrochene Plastikteile haben scharfe Kanten und können die Katzenpfote verletzen.
Deshalb empfehlen wir grundsätzlich jegliches Spielzeug genau zu prüfen, am besten aber nur natürliche Spielzeuge zu nutzen.

Natur-Spielzeug und Spielzeug aus ausgewählten, natürlichen Materialien ist weit weniger gefährlich. Bei Verschlucken der Naturfasern bzw. Felle, werden diese in der Regel auf natürlichem Weg ausgeschieden. Die Verletzungsgefahr ist minimal, denn es kann auch nicht splittern.

Bedenke bitte: dies ist kein tierärztlicher Ratgeber. Wenn deine Katze etwas verschluckt und du in der Nachfolge auffälliges Verhalten bei ihr beobachtest, suche dir bitte unverzüglich fachliche Hilfe!

Spielzeuge aus Fellen, Holz, Kork, und weiteren Natur-Materialien duftet angenehm für die Katze. Es weckt den Jagdtrieb, wenn die Katze ein Stück Wild-Fell jagen und erbeuten kann. Die Spielzeuge sind zudem weitaus strapazierfähiger und haben eine lange Lebensdauer.
Beachte bitte: Bei Natur-Spielzeugen und Spielzeugen aus natürlichen Materialien ist es wichtig auf die Herkunft der Bestandteile zu achten. Ebenso empfehlen wir nachzufragen, welche Kleber verwendet werden.
Wir empfehlen gern die Spielzeuge von Furniture of Ironforge, www.furniture-of-ironforge.com. Die Auswahl der Materialien wird sehr gewissenhaft vorgenommen und die Verarbeitung ist katzengerecht und sehr langlebig.

Fazit: Katzen müssen kratzen, es ist Teil der Körperpflege. Deshalb ist es umso wichtiger für ein harmonisches Zusammenleben, wenn der Stubentiger die angeschafften Kratz-Möglichkeiten nutzt. Es macht sehr viel Spaß mit dem neuen Mitbewohner die schönen Kratzstellen zu entdecken. So kannst du deine Katze kennen lernen. Also schnapp dir ein schönes Natur-Spielzeug und spiel mit deiner Katze. Viel Spaß!

Wie habt ihr euren Katzen die verschiedenen Kratzmöglichkeiten gezeigt? Erzählt mir gern über eure Erfahrungen. Ich freue mich auf eure Nachrichten.